Permanentes Provisorium


12. September 2011

World Wide Mett

Category: Sinnloses,Unterhaltung – Autor: marius – 22:11

Vergesst Katzenvideos, Planking, Owling, Photoshop Disaster und all die anderen Internet-Trends!

Was die Menschen wirklich im Internet sehen wollen ist etwas ganz anderes: Mett!

Schon ein einfaches Mettbrötchen wie dieses hier kann Begeisterungsstürme auslösen:

Doch damit hört es nicht auf. So kann man auf Facebook etwa Fan der renommierten Werbeagentur Jung von Mett werden, dem Mett Directors Club beitreten oder sich ein bisschen leckeres Mettella aufs Brot schmieren.

Beim anschließenden Spaziergang durch das Museum of Modern Mett kann man wunderbare Fabelwesen wie den Wellenmettich oder den Metterling bewundern.

Wenn man dann so richtig Hunger bekommen hat, dann stärkt man sich am besten mit einer schönen Tafel Ritter Sport Mett – oder ganz einfach mit einem Mettbrötchen.

Im Ernst: Ich habe keine Ahnung, wer sich diesen ganzen Quatsch ausgedacht hat und warum es ausgerechnet Mett zu so einer Berühmtheit geschafft hat. Kann mir das mal jemand erklären?

Bild: adelemackerel // CC-by-nc-nd

16. Juli 2011

Gute Unterhaltung

Category: Unterhaltung – Autor: marius – 16:34

Ich bilde mir ein, einen einigermaßen guten Geschmack zu haben. Insbesondere bin ich relativ anspruchsvoll darin, wie ich unterhalten werden möchte. Ich wähle die Filme und Serien, die ich schaue, mit Bedacht aus, spiele anspruchsvolle Computerspiele und informiere mich gerne auch über die Hintergründe.

Hin und wieder gibt es jedoch etwas, was meinen guten Geschmack einfach komplett unterläuft. Das sind meistens einfach gemachte, knatschbunte Videos, die eine simple Idee so lange wiederholen bis man einfach nur noch wie hypnotisiert zusehen kann.

Gemerkt habe ich das heute an dem Video „Nyan Cat“, das bisher irgendwie an mir vorbei gegangen war:

Dieses Video wurde bei YouTube über 25 Millionen(!) mal angesehen. Und das ist nicht das einzige Beispiel. Ähnlich ging es mir schon mit „Look at my horse„, „Badgerbadger“ oder dem „Drogenlied„.

Vielleicht liegt es an der Ohrwurmigkeit der Hintergrundmusik oder an der blanken Lust am Nonsense, dass solche Videos einfach faszinieren. Man fragt sich nur, warum überhaupt noch anspruchsvollere (und teurere) Unterhaltung produziert wird, wenn es doch so einfach geht.

Vielleicht kommt ja mal irgend jemand auf die Idee, einen Fernsehsender zu starten, der nur solche Endlosvideos zeigt. Ich bin mir sicher, die Einschaltquoten wären fantastisch – zumindest bis man die ersten Leute findet, die vor lauter Hypnotisiertheit einfach tagelang auf dem Sofa kleben geblieben sind.

Bild: Photognome // CC-by-nc-nd