Permanentes Provisorium


1. Januar 2014

Der computerisierte Pizza-Unfall

Autor: marius – 19:38

Heute ist Neujahr, und bereits gestern Abend habe ich angekündigt: Die einzige Person, der ich heute die Tür öffne, wird der Pizzabote sein. Ansonsten bleibe ich auf der Couch.

Meinen ersten Vorsatz für das neue Jahre habe ich damit direkt schon umgesetzt – doch auch so etwas Alltägliches kann schief gehen.

Etwa eine halbe Stunde nach der Bestellung klingelte das Telefon: Der Pizzabote war dran und wollte wissen, warum ich nicht zu Hause sei. Ich versicherte ihm, dass ich zu Hause bin und nach einigem hin und her fragte er, ob er die richtige Adresse habe. Dabei stellte sich dann der Irrtum heraus: Ich bin vor kurzem umgezogen und er hatte noch die alte Adresse auf seinem Lieferschein stehen. So etwas kann natürlich passieren, und einige Minuten später hatte ich dann auch meine Pizza.

Interessant war aber der Grund für diesen Fehler: Ich hatte die Pizza über die Webseite des Lieferdienstes bestellt und dort meine Telefonnummer angegeben. Natürlich habe ich dabei die neue und damit korrekte Adresse angegeben. Dies stand auch in der Bestätigungs-Mail. In der internen Datenbank der Lieferdienstes war aber noch meine alte Adresse gespeichert – und dieser Eintrag war mit meiner Telefonnummer verbunden. Das System hat also die Adresse, die ich eingegeben habe, gar nicht beachtet, sondern nur nach der Telefonnummer geschaut den Pizzaboten dann an die alte Adresse geschickt. Ich konnte das aber natürlich nicht wissen, denn in der E-Mail stand eben die korrekte Adresse.

Auch dies ist noch nicht wirklich schlimm. Ein harmloser Computer-Fehler, wie er tagtäglich passieren kann. Gruselig wird es allerdings, wenn ich mir vorstelle, dass so etwas nicht nur beim Pizza-Bringdienst passieren könnte, sondern vielleicht auch deutlich unangenehmere Leute aus den falschen Gründen vor meiner Tür stehen könnten. Es ist leider nicht so, als ob so etwas nicht schon vorgekommen wäre

 

Category: Alltägliches,Nerdiges Tags: –

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