Permanentes Provisorium


22. Juni 2011

Echtes Leben vs. virtuelles Leben

Autor: marius – 18:38

In den letzten Tagen kursierten mal wieder einige Meldungen darüber, dass Facebook angeblich Nutzer verliert – zumindest in den USA. Mal ganz abgesehen davon, dass man durchaus berechtigte Zweifel daran haben kann, ob das tatsächlich stimmt: Ich wundere mich, warum daraus überhaupt eine Nachricht geworden ist.

Zunächst mal gebe ich zu: Ja, ich mag Facebook. Es hat seine Macken und man kann damit auch viel Blödsinn anstellen, aber zumindest für mich persönlich sehe ich ganz klar den Wert. Ich schaffe es mit Facebook besser als vorher, mit Leuten in Kontakt zu bleiben. Ich fühle mich besser informiert als ohne.

Möglicherweise steckt aber eigentlich etwas ganz anderes dahinter. Sowohl die Berichterstattung als auch die Meinung vieler Leute aus meinem Bekanntenkreis stellt Facebook oft als Mischung aus sinnloser Zeitvernichtung und gefährlichem Unfug dar. Auch hört man oft die Meinung, dass man sich doch lieber auf das „wahre“ Leben konzentrieren solle.

Mal abgesehen davon, dass der Vorwurf der Zeitverschwendung ziemlich seltsam ist in einem Land, in dem der Durchschnittsbürger über 3 Stunden am Tag TV guckt: Viele der Vorurteile lassen sich nicht belegen – im Gegenteil: viele Facebook-Nutzer sind anscheinend sogar sozial aktiver als andere.

Natürlich gibt es eine Menge berechtigte Kritik an Facebook. Warum dabei aber die positiven Seiten so sehr unter den Tisch gekehrt werden ist mir ein Rätsel.

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